Punsch unterwegs, Punsch zuhause, Punsch findet man überall zur Weihnachtszeit!
Aber woher kommt das Getränk eigentlich? In Österreich haben wir Wolfgang Amadeus Mozart für die Einführung zu danken. Der hat den süßen Punsch während einer Englandreise 1764 kennen- und lieben gelernt. Die Engländer wiederum haben den Punsch um 1630 herum aus Indien mitgebracht.

Im Gegensatz dazu, haben die Deutschen Punsch schon vor den Österreichern gekannt, denn 1735 schrieb Johann Heinrich Zedler in seinem „Großen vollständigen Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste“ folgendes über „Puntsch“:

Puntsch, Punch, ein starckes Geträncke unter denen See-Leuten, welches am meisten bei denen Engeländern gebräuchlich ist, und aus Branntewein, Wasser, Zucker, Pomeranzen-Safft, und Muscaten-Nüssen zubereitet wird.

Puntsch, Punch, ein starckes Geträncke unter denen See-Leuten, welches am meisten bei denen Engeländern gebräuchlich ist, und aus Branntewein, Wasser, Zucker, Pomeranzen-Safft, und Muscaten-Nüssen zubereitet wird.

Der Name Punsch kommt aus dem Sanskrit „pantsch“, also „fünf“. Fünf deshalb, weil Punsch ursprünglich aus fünf Zutaten bestand: Alkohol, Zucker, Zitrone, Wasser und Tee oder Gewürze. Wasser und Tee im Punsch – das sind also die urtraditionellen Zutaten, die den pantsch zum Punsch machten.

Die fünf Zutaten des Ur-Punsches

Die fünf Zutaten des Ur-Punsches.

Immer dieselbe Mischung aus fünf Zutaten war aber auch langweilig, und man begann zu experimentieren: Statt den Zitronen nahm man Bitterorangen (Zedlers „Pomeranzen“). Statt dem traditionellen Arrak verwendete man Rum, Weinbrand oder Wein. Mit der Zeit hat man dann wohl mit den Kindern Mitleid gehabt, die dieses großartige Getränk nicht trinken durften, und man ließ den Alkohol für sie ganz weg.

Friedrich Schiller gab sich gar nur mit vier Zutaten zufrieden bei seinem Punschlied (unbedingt beim nächsten Punschtrinken singen!):

Punschlied

Vier Elemente,
Innig gesellt,
Bilden das Leben,
Bauen die Welt.

Preßt der Zitrone
Saftigen Stern!
Herb ist des Lebens
Innerster Kern.

Jetzt mit des Zuckers
Linderndem Saft
Zähmet die herbe
Brennende Kraft!

Gießet des Wassers
Sprudelnden Schwall!
Wasser umfänget
Ruhig das All.

Tropfen des Geistes
Gießet hinein!
Leben dem Leben
Gibt er allein.

Eh es verdüftet
Schöpfet es schnell,
Nur wenn er glühet,
Labet der Quell.

Heute gibt es eine große Vielfalt an Punschsorten, die nur eins gemeinsam haben: Sie sind herrlich süß.

Quellen:

Wikipedia

Zedler-Lexikon